>>Gelegenheits-Teufel<<39.6.2006; 14:26 Uhr: 1703 Besucher insgesamt!
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Kapitel 1

„Honey, kommst du mal bitte `runter, wir müssen mit dir reden!“, rief meine Mom in mein Zimmer. Ich wohnte schon fast mein ganzes Leben in Amerika, genauer gesagt in
New York City . Als ich ein Jahr alt war, zogen meine Eltern und ich hierher. Ich spreche fließend Englisch und Deutsch, Deutsch sprachen wir aber nur zu Hause und Englisch logischerweise in der Schule. Ich lief rasch herrunter und fragte:,,Mom, Dad, was ist denn?“
„Sandra, ähm… ähh deine Mom und ich…ähh, wir wollen wieder zurück nach Deutschland ziehen!“-,,WAS????“, schrie ich durch die ganze Wohnung.
„Schatz, beruhig dich doch erstmal…!“, fing meine Mutter an, doch ich unterbrach sie:
„Ich soll mich beruhigen???? Warum soll ich mich denn beruhigen? Mann, wir ziehen mindestens 16 Flugstunden weit weg von hier!“, dann sprach mein Vater weiter:,,Ich habe dort einen Job gefunden, endlich nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit, dort ist eine Stelle als Fotograf und für eine Assistentin frei geworden, so hätten deine Mutter und ich gleich beide einen Job!!“-„Aber ich kenne mich dort doch gar nicht aus, na ja ich kenne die Bundeskanzlerin, aber mehr auch nicht!“, antwortete ich vorwurfsvoll, ich hatte keinen Plan wo wir hinziehen würden, also fragte ich nach:,,Wo ziehen wir eigentlich hin, ich hoffe in eine Großstadt, so wie Berlin, oder Hamburg?“, doch es kam anders:,,Schatz wir ziehen morgen nach Magdeburg, na ja nicht ganz , in einen Vorort namens Loitsche!“,antwortete
meine Mutter. Na toll in irgend so ein Kaff, außer dem, was habe ich da gehört:
,,Morgen?! Hast du da gerade MORGEN gesagt? Ich glaube ich höre nicht recht, wir ziehen in so ein Kaff und dann auch schon morgen? Ich kann mich ja nicht einmal mehr von Zaraa und Bryan verabschieden!“. In dem Moment ging mir so ziemlich jedes Schimpfwort, das ich kannte durch den kopf, ob Deutsch oder Englisch, das war im Moment egal, ich sagte jedes mindestens hundert mal in meinem Kopf . „Sandra, du solltest jetzt die wichtigsten Sachen einpacken, der Rest wird von Möbelpackern gepackt und morgen noch nach Deutschland verfrachtet.Am besten du packst und dann legst du dich etwas hin!“. Ich schrie meine Eltern entsetzt an:„Ich soll was? Ich kann doch jetzt nicht schlafen,wo wir morgen in irgend so ein kaff ziehen!“. Ich rannte mit Tränen in den Augen hoch, dort heulte ich mich erstmal richtig aus. Als ich damit fertig war griff ich meinen LapTop und schrieb meinen zwei besten Freunden Zaraa und Bryan jeweils die gleiche E-Mail:

Hey guys!

I’m so sorry, but one hour before, my parents told me, that we will move to Germany tomorrow. I’m so upset, you can’t believe! Please don’t be angry with me I’m not guilty!
Thats not a joke, it’s the truth! I’ll send you the exact adress soon, please mail back!
With 1.000.000.000 kisses,
Love,
Sandra!

(Anm. d. Autorin: kann sein, dass es nen bisschen falsch ist,
dt.: Hey Leute!
Es tut mir leid, aber vor einer Stunde erzählten mir meine Eltern, dass wir morgen
nach Deutschland ziehen! Ich bin so sauer, das glaubt ihr mir nicht! Bitte seid mir nicht sauer, ich bin nicht schuld! Und das ist kein Witz, es ist die Wahrheit! Bald werde ich euch die genaue Adresse schicken, bitte schreibt zurück!
Mit 1.000.000.000 Küsse,
in Liebe,
Sandra!)

„Toll ey!“, dachte ich bei mir, da fingen gerade die Sommerferien 2006 an und ich durfte ins öde Deutschland ziehen, super! Zwar war Deutschland mein Herkunftsland, aber New York war meine Heimat.

Kapitel 2

Nach ca. 18 Stunden Flug landeten wir in Magdeburg. Nach einer kurzen Autofahrt mit unserem, schon vorgeschickten, Auto kamen wir auch schon in „Loitsche“ an. Boa wie langweilig, na ja eben voll „dorfmäßig“ und spießig!
Ich wusste ja nichteinmal was in Deutschland so modern ist, aber ich machte mir erstmal Sorgen um mein viel zu kleines Zimmer. Als mein Bett fertig bezogen war, machte ich mich bettfertig und haute mich aufs Ohr. Am nächsten Tag war ich die ganze Zeit damit
beschäftigt, meine ganzen Sachen auszupacken. Am Abend war ich endlich fertig und
ging ’runter zu meinen Eltern, sie waren gerade dabei das letzte Zimmer einzurichten,
das Wohnzimmer.
Ich hatte den ganzen Tag nicht das Haus verlassen, also beschloss ich mich in Loitsche
ein wenig umzusehen.
Ich wohnte in der Friedrichstraße, diese ging ich entlang bis ich an der Bahnhofstraße
angekommen war.
Ich bog in sie ein, ich lief da einfach nur lang. Immer wieder dachte ich mir:
„Boah, wie langweilig, hier sieht alles gleich aus!“.
Plötzlich sah ich ein paar komische Typen am Straßenrand stehen, da es schon etwas dunkler war, konnte ich kein Alter zuordnen oder sonst irgendetwas Näheres!
Doch als ich näher kam, sah ich, dass die vier ungefähr in meinem Alter waren und dachte ich mir:,,Was sind denn das für Typen“, es waren vier Kerle:
Zwei von ihnen sahen voll normal aus, der eine hatte kurze blonde Haare und der andere schulterlanges braunes Haar. Die interessierten mich nicht wirklich, doch die anderen beiden waren schon eher ungewöhnlich für so eine pupsige Gegend.
Der größte von ihnen hatte schulterlange, fransige, schwarze Haare, der sah irgendwie aus wie ein Mädchen, ich war mir auch nicht ganz so sicher, ob es ein Junge war. Der letzte hatte
Dunkelblone Dreads, das sah irgendwie geil aus, denn er hatte ein New-York-Yankee-Cap auf und seine, zu einem Zopfgebundenen, Dreadlocks hinten raushängen. Sein Cap erinnerte mich an zu Hause und meine Laune verschlechterte sich schlagartig. Er war voll wie ein Hip-Hopper gekleidet, die Klamotten in XXL Sie unterhielten sich und als ich an ihnen vorbeigehen wollte, trat der schwarzhaarige Typ einen Schritt zurück, rammte mich und ich fiel volle Pulle in den Schlamm. Er drehte sich um und sah mich dort liegen, noch bevor er mir helfen konnte, sprang ich auf und fuhr ihn wütend an: „Was fällt dir ein, kannst du nicht glotzen wo du hinlatschst? Ach, ne dafür bist du ja zu dämlich!“. Er sah mich nur verblüfft an, da meldete sich der Dread-Freak zu Wort: ,,Was fällt DIR denn ein Bill einfach anzuschreien…!“, doch der Blonde unterbrach ihn:,,Mann, Tom ist doch jetzt egal…!“.
Doch dieser Tom ließ sich nicht abhalten, er schrie einfach weiter:,,…der hat dir doch eigentlich gar nichts getan, denn Augen im Hinterkopf hat ja schließlich keiner, du musst jetzt nicht so extrem ausflippen!“. Dieser Bill, wie der Tom ihn nannte, gaffte mich immer noch
voll bescheuert an, deshalb fragte ich ihn:,,Wat glotzten so wie nen Auto?!“
Obwohl er ein „Sorry!“ stammelte, ließ er nicht von mir ab, dann sah ich ihm in die Augen, ich versank förmlich darin. Er hatte tiefbraune Augen, die mit einem schwarzen Kajalstift
Umrandet waren, doch ich interessierte mich nur für das, was sich im Inneren dessen befand,
Augen, in denen ich mich verlor…!
Dann dachte ich:,, Mein Gott der ist sicher schwul !“
Ich fand mich dann wieder in der Realität, denn nach meiner Bemerkung war Tom außer sich:

„Hey du, wenn du nen Autogramm willst, kannste auch freundlicher fragen, ach, nee, dafür haste ja zu viel Schlamm in der Birne!“-„Autogramm?! Hallo?! Was geht denn bei dir ab, was soll ich denn mit nem Autogramm von so nem normalen Dorftrottel wie dir?! Hälst du dich für Johnny Depp, also ich kann mich nicht erinnern dich mal irgendwo gesehen zu haben?!“,
fauchte ich ihn wütend an und lief schnurstracks weiter.
Als ich zu Hause ankam, ging ich duschen, aß was, machte mich bettfertig und ging ins Bett.
Ich dachte noch über Tom und die anderen nach, da fielen mir Bills Augen wieder ein und ich schwärmte von diesem schokoladigen, satten und tiefen Braun! ,,Mann Sandra, der Typ ist wahrscheinlich schwul und außerdem hat er dir deine Klamotten versaut!“, ermahnte ich mich
selbst. Dann schlief ich ein.

Kapitel 3

Am nächsten morgen weckte mich unsere Labrador-Hündin Tipsy unsanft, indem sie auf mich drauf sprang, ich musste prusten. Sie zog mich aus dem Zimmer und schleifte mich
nach unten. Ich ging in die Küche, da lag ein Zettel auf dem Tresen wo Geld dranklemmte, genauer gesagt 200 €. Auf dem Zettel stand:
Guten Morgen Sandra!
Dein Dad und ich müssen für zwei Wochen auf irgend so ein Seminar, das Geld dürfte ja reichen, du kommst ja sicher alleine klar!
Love you,
Mom und Dad!
P.S.: Vergiss nicht mit Tipsy raus zu gehen!

Mann ey, ist ja mal wieder ganz klasse, aber damit musste ich mich abfinden.
Na ja, zwei Wochen „Sturmfrei“ wäre ja geil, wenn man Freunde hätte, mit denen man das feiern könnte!
Ich beschloss mich zu waschen und anzuziehen, doch was? Ich entschied mich für ein
weißes Top und ne normale Jeans.
Ich aß etwas und wollte dann mit Tipsy raus gehen, das machte ich auch.
Ich nahm Tipsy an die Leine, schloss die Tür ab und ging langsam los.
In Gedanken und in gebückter Haltung lief ich, der an der Leine ziehenden, Tipsy hinterher.
Erst als ich merkte, dass Tipsy mit einem anderen Hund tobte, blickte ich hoch.
Doch als ich den Besitzer des Mischlings erkannte, wollte ich mich umdrehen und gehen, denn es war Bill. Als ich mich schon umgedreht hatte und Tipsy schon von Bills Köter
Weggezogen hatte, kam er von hinten auf mich zu gerannt und stellte sich mir in den weg, ich konnte nicht vorbei, so blieb ich stehen und fragte:
„Falls du mich noch mal in den Dreck werfen willst, das geht leider nicht, denn dein bekloppter Freund ist nicht da, um mich anzubrüllen, also lass es lieber gleich!“.
Er antwortete:„Nein, das wollte ich nicht, aber…!“, doch ich unterbrach ihn:,, Was dann, soll ich mich vielleicht von deiner Töle bepinkeln lassen?“-„Nein, ich wollte mich bei dir entschuldigen, das war echt scheiße von uns gestern! Mein Bruder hat’s bestimmt
nicht so gemeint!“, sagte Bill.
,,Dein Bruder…!?“, fragte ich verwundert , er antwortete:,, Ja, Tom, also der mit den Dreads, ist mein Zwillingsbruder! Ähm…, ist der Dreck eigentlich `rausgegangen, oder soll ich die Reinigung bezahlen?“
„Schon okay! Aber Tom ist dein Twin, sieht man gar nicht!“, sagte ich ein wenig verblüfft und irritiert.
„Ja, das haben uns schon viele gesagt, aber bis wir acht waren, sahen wir auch gleich aus.
Im Kindergarten mussten wir deshalb immer Shirts mit unseren Namen tragen, durch Tauschen haben wir dann immer alle irre gemacht!“-„Ja, echt? Erzähl mir mehr!“, sagte ich.
„Ja, aber nur, wenn wir zusammen nen bisschen ´rumlatschen, okay?“, fragte Bill.
„Okay, können wir machen, na dann leg´ mal los! Ich bin übrigens Sandra und vorgestern
hierher gezogen!!“, antwortete ich, „Ja und ich bin Bill!“, stellte er sich vor.
„Wie alt bist du eigentlich?“, fragte ich und Bill antwortete gleich:,, Ich bin 16 und werde im September 17! Und du?“-„ich bin 15 und werde im Oktober 16!“, antwortete ich ein bisschen verlegen, weil ich ja ein ganzes Jahr jünger war!
Wir liefen ein bisschen durch Loitsche, Bill erzählte viel und wir lachten oft. Es war wirklich voll lustig, zumindest bis wir beim Thema Beziehungen ankamen, denn da rutschte mir plötzlich raus:,, Bill sag mal,…bist du eigentlich schwul???“. Er sah mich entsetzt an, drehte
sich sichtlich sauer und gekränkt um, zog Scotty hinter sich her und ging. Erst nach meiner Bemerkung checkte ich, dass ich ihn gekränkt hatte und rief ihm hinterher:
,,BILL! Komm zurück, das war doch nicht so gemeint!“, doch er lief einfach weiter und ignorierte mich.
„Toll, danke Sandra! Da kennst du gerade mal eine Person hier in Deutschland und musst sie dir natürlich gleich vergraulen! Ist ja mal wieder typisch!“, motzte ich mich selber an.
Wütend auf mich selbst ging ich nach Hause, dort haute ich mich auf die Couch und machte mir WIEDERMAL ne Tiefkühlpizza. Beim Fernsehen schlief ich auf dem Sofa ein.

Bill’s Empfindung:

Ich rannte nach Hause, während ich die Straßen endlang lief, fing ich an zu heulen.
„Warum habe ich ihr nicht gesagt, wie nett ich sie finde, toll, jetzt denkt Sandra, ich sei Schwul!“, motzte ich mich an. Zu Hause schloss ich mich in mein Zimmer ein und heulte ich heulte einfach so viel es ging, ich konnte mich einfach nicht beruhigen.
Ich habe keine Ahnung wie lange ich heulte, aber immer wieder klopfte Tom an die Tür und wollte rein, doch ich schrie immer nur durch die verschlossene Tür:,,Verpiss dich, Tom!“
Es war zwar nicht fair ihm gegenüber, aber mir war alles egal! Immer wenn ich aufs Klo musste, musste ich warten bis es Nacht war, dann konnte ich aufs Klo und was Essen, ich wollte nicht, dass Tom, meine Mutter oder Gordon mich so sehen.

Sandra’s Sicht

Kapitel 4

Fünf Tage später. Nach der Sache mit Bill, hatte ich das Haus nicht mehr verlassen, ich wollte keinem der vier über den Weg laufen. Tipsy hatte ich immer in den Garten ’rausgelassen.
Es war Abend und ich hatte mit Tipsy auf dem Sofa breit gemacht, als die Haustür aufging und meine Eltern hereinkamen. Ich freute mich, dass sie wieder da waren, obwohl ich mich wunderte, dass sie SCHON kamen, deswegen fragte ich: ,,Warum seid ihr denn schon da?
Wolltet ihr nicht erst nächste Woche wieder kommen?“ - „Ja, das Seminar war frühzeitig zu Ende, weil der Leiter krank geworden ist!“, meinte meine Mutter und sah meinen Dad dabei ziemlich sauer an, sie versuchte ihren Gesichtsausdruck mir gegenüber mit einem schlecht
geschauspielerten Lächeln zu überspielen. Ich erzählte, dass ich das haus nicht verlassen hatte, warum erzählte ich ihnen natürlich nicht. Es war schon spät geworden, sodass ich
hoch ging um mich hinzulegen.
Ich war wirklich todmüde und um 2.30 Uhr nachts fiel ich auch ins Bett und schlief ein.
Am nächsten Morgen wurde ich durch lautes Gebrüll geweckt, es kam von unten.
Ich machte die Augen auf und sah auf die Uhr: 14.30Uhr? SCHOCK!
Wie lange hatte ich denn geschlafen?!
Das Gebrüll wurde immer lauter, ich wurde wütend, traurig und neugierig zugleich, denn meine Eltern hatten sich noch nie gestritten, jedenfalls hatte ich nie etwas mitbekommen.
Unten lauschte ich mit Tränen in den Augen an der Tür den Worten meiner weinenden Mutter:,,Ich habe doch gemerkt, wie du der jungen Anfängerin immer hinterher geguckt hast, ich bin ja nicht blind! Und warum bist du den einen Abend völlig betrunken nach Hause gekommen?“, mein Vater wollte antworten, doch sie unterbrach ihn:,, Eins steht für mich fest: Ich will die Scheidung!“.
Mehr wollte ich nicht hören! Ich rannte hoch, zog mir einfach irgendwelche Klamotten an, griff mein LapTop und mein Handy. Damit rannte ich aus dem Haus und immer die Strasse entlang, bis…
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…ich an einem Waldstück gelandet war. Ich setzte mich hinter einen Baum und heulte, ich weiß nicht wie lange ich das tat, aber irgendwann merkte ich wie jemand seine Hand auf meine Schulter legte, ohne zu gucken, wer das ist, schrie ich:,, Mom, Dad, verpisst euch!“.
Doch die Person setzte sich zu mir, dann sah ich auf und staunte nicht schlecht…!

Kapitel 5

„Tom? Du? Was machst du denn hier, oder willst du mir `nen Autogramm andrehen?“, fragte ich verheult, aber grinsend. „Ach na ja! Ich bin mit Scotty draußen! Schön, dass du lachst, Bill hängt nämlich schon seit Tagen in seinem Zimmer und heult!“, antwortete Tom nachdenklich. „Echt?“, fragte ich, warum musste ich nicht fragen, ich konnte es mir denken!
„Ja, aber warum weinst du überhaupt?“, fragte Tom mich und strich mir dabei sanft über den Rücken. Dafür, dass er mich letztens so angeblafft hatte, ist er jetzt ziemlich freundlich zu mir, keine Peilung, warum, aber egal, jetzt hatte ich wenigstens jemanden, mit dem ich reden konnte.
Ich erzählte ihm die Story von meinen Eltern und er hörte mir gut zu. Als es langsam dunkel wurde, fragte Tom:,, Wann willst du denn nach Hause, soll ich dich bringen?“-,,Ich will gar nicht mehr nach Hause, kann ich vielleicht zu dir?“, fragte ich lieb.
„Ja okay, meine Eltern sind eh nicht da!“. Bei Tom angekommen, zog ich mir die Schuhe aus und folgte Tom in sein Zimmer, auf dem Weg dorthin, kam ein Schluchzen aus einem der Zimmer, ich dachte mir schon, dass es Bill sein könnte.
Ich setzte mich in Toms Zimmer auf seine kleine Couch. Wir saßen ca. 10 Minuten wortlos da, bis Tom die Stille unterbrach.:,, Willst du etwas essen?“-„Ja, gerne. Danke.“, atwortete ich
Ihm. „Was möchtest du denn?“, gab er lächelnd zurück. Ich bat ihn mir ein Käsebrot zu machen und schon verschwand er. Ich wartete kurz, dann stand ich auf und ging auf die Tür zu. Im Flur schaute ich mich um und ging auf das Zimmer zu, aus dem das Schluchzen kam.
Leise öffnete ich die Tür, Bill lag mit verstrubbelten Haaren auf dem Bauch auf seinem Bett.
Als er bemerkte, dass jemand sein Zimmer betrat, schrie er, ohne sich umzudrehen:„RAUS!“
Ich zuckte zusammen, doch ich trat näher an sein Bett heran. Ich setzte mich neben ihn und fing an mich zu entschuldigen:,, Bill, es tut mir leid, was ich da gesagt habe, das war scheiße von mir, es ist ja deine Sache!“. Als Bill meine Stimme erkannte, drehte er sich um und sah mir in die Augen, doch er sagte nichts. Seine Schminke war total verlaufen und seine Augen waren vom Weinen knallrot. Ich erklärte ihm, dass ich es nicht gewohnt war, einen geschminkten Jungen zu sehen, ich kannte zwar einige Punks, aber die hatten einen `Iro´.
Dann meldete er sich auch mal zu Wort:,, Ähm…ich bin übrigens NICHT schwul, aber konntest du ja nicht wissen!“-„Sei mir bitte nicht mehr böse, okay?“, fragte ich verlegen.
„Ist schon okay!“, sagte er und dann verließ er den Raum, ich sah nur noch eine Tür zu gehen, wo Badezimmer draufstand, dann ich ging ich erleichtert zurück in Toms Zimmer.
Ich ließ mich wieder auf der Couch fallen, da kam Tom grade rein und sah mich verblüfft an:
„WOW, mein Bruder hat sich zum ersten Mal seit 5 Tagen wieder blicken lassen, der sieht echt schlimm aus!“-„Ja ich weiß, ich habe grade mit ihm geredet…!“, sagte ich schüchtern und Tom sah mich noch verblüffter an, dann sprach ich weiter:,,..weil ich bin schuld, dass es ihm scheiße geht!“-„Häh, wie denn das?“, fragte Tom verdattert und ich erklärte ihm alles.
Danach meinte er:,, Oh mann, das hat ihn echt fertig gemacht!“-„Das hat mir ja auch voll leid
getan!“, sagte ich auf den Boden schauend.
„Sag mal, wo hast du eigentlich vorher gewohnt?“, fragte Tom um vom Thema ab zu lenken, was mir sichtlich wohl war, also antwortete ich: „In New York, deshalb ist es auch so schlimm für mich, in so einem Kaff zu wohnen, das bin ich nicht gewohnt!“-„In NEW YORK! Das in Amerika?!“, fragte Tom staunend. „Ja, wieso?“, antwortete ich stirnrunzelnd.
„Ist ja geil!“, sagte Tom freudig. Dann klopfte es und Bill kam rein.

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Ich sagte gleich:,, Hey Bill, es tut mir echt leid!“-„Ist schon okay!“, sagte er lächelnd, dann setzte er sich zu uns und Tom erzählte ihm stolz von meinem früheren Wohnort.
Wir unterhielten uns über jeden Müll. Auch die Scheidung meiner Eltern blieb nicht aus, da kamen mir langsam die Tränen, doch die Jungs beruhigten mich schnell. Irgendwann wurde ich müde und fragte die Twins:,, Ich werde langsam müde, wo kann ich denn schlafen?“
„Du kannst in meinem Bett schlafen, ich penne denn hier auf der Couch!“, antwortete Tom und zeigte auf die ausklappbare Couch auf der wir saßen.
„Nee, lass mal! Mir reicht die Couch, ich bin ja schon froh, dass ihr mir ‚Asyl’ gewährt, aber danke!“, antwortete ich lächelnd.
Doch Bill und Tom bestanden darauf, dass ich im bett schlief und waren bei einer Diskussion unschlagbar. Also gab ich nach.
Tom gab mir eine weite Boxershorts und Bill mir ein enges Shirt, dann wusch ich mich und schrieb meinen Eltern noch eine ziemlich kühle E-Mail:

Mom, Dad!
Ich habe euren Streit mitbekommen!
Bin bei Freunden untergekommen! Ich weiß nicht wann ich wieder komme!
Sandra!

Mehr hatten sie echt nicht verdien, nachdem ich den LapTop aus gemacht hatte legte ich mich hin. Kurz darauf kam Tom aus dem bad und legte sich aufs Sofa. Bill wollte bei sich im Zimmer pennen, da es bei Tom zu eng werden würde.
Ich wusste nicht wieso, aber ich konnte einfach nicht einschlafen! Tom schlummerte schon friedlich, als ich beschloss in die Küche zu gehen.
Ich ging ganz leise durch das Haus in die Küche. Dort machte ich Licht und setzte mich auf einen Küchenstuhl ich dachte über den Tag und die letzten Wochen nach. Irgendwann setzte sich jemand zu mir und ich blickte auf und sah in Bills Augen, dann fragte er:,,Warum schläfst du nicht?“-,,Keine Ahnung, ich denke immer an meine Eltern und überlege, wieso ihr so nett zu mir seid! Ich checke das nicht, weil ich euch erst voll angemotzt habe!“, antwortete
ich. „Dass wir für dich da sind, bin mindestens ICH dir schuldig und das mit deinen Eltern tut mir leid, unsere Eltern sind auch geschieden seit wir klein sind. Das war irre hart für uns weil wir das nicht verstanden haben. Aber unsere Mutter ist jetzt mit unserem Stiefvater glücklich, und das zählt!“, tröstete er mich. „Oh, das wusste ich nicht, dass eure Eltern geschieden sind, ich hätte euch da nicht mit `reingezogen, wenn ich das gewusst hätte! Aber wieso bist du eigentlich noch wach?“, fragte ich Bill. „Ach, keine Ahnung. Ich konnte irgendwie nicht schlafen!“, antwortete er. Wir unterhielten uns noch eine Weil und mir fiel auf, dass er mir immer wieder sehr intensiv in die Augen sah. Zusammen tranken wir einen Pfefferminztee nach dem anderen und um halb zwei gingen wir wieder ins Bett.



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